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Jetzt habe ich mich schon einen Monat nicht mehr gemeldet. Das will ich doch gleich einmal ändern. Denn in den vergangenen Wochen ist eine Menge passiert.
Das Musical „A Funny Thing happened on the Way to the Forum“ haben wir abgeschlossen. Es war ein wunderbares Erlebnis, Teil von dieser Produktion gewesen zu sein. Wer einen Einblick bekommen möchte von den Bildern dieses Musicals, der sei verwiesen auf die Seite des Theatre Department von Parkview High School, denn ich selbst habe so gut wie keine brauchbaren Bilder von der eigentlichen Produktion aufgenommen (http://www.phstheatre.org/pastproductions/forum.html). Die Aufführungen kamen so gut, dass wir sie fast noch ein Wochenende verlängert hätten, wo dann aber nicht jeder mitgezogen hat. Dieses Wochenende hatten wir dann aber die Cast-Party, wo alle Mitwirkenden eingeladen waren.
Mit der Austauschorganisation waren wir in der Hauptstadt des Bundesstaates Missouri, Jefferson City. Dort gibt es viele Sachen zu sehen, die von politischer Bedeutsamkeit sind. Besichtigt haben wir das Supreme Court von Missouri (vlg. Landesgerichtshof von den einzelnen Bundesländern in Deutschland), das Parlamentsgebäude mit dem Secretary of State, u.a. Wir haben eine interessante Diskussion im Parlament miterlebt über Abtreibung und wie das im Bundesstaat Missouri anerkannt oder nicht anerkannt werden soll. Dieses Thema ist sowieso ein sehr heikles, was immer wieder brisante Diskussionen in den USA verursacht. Da kam es dann sogar schnell zu lauten, oft völlig unbegründeten Anschuldigungen unter den Abgeordneten.
Im Deutschunterricht sind wir unterrichten gegangen für Grundschüler (1.-6. Klasse). Den Kindern haben wir ein paar grundlegende Sachen beigebracht, z.B. Farben, Zahlen, Infos über deutsche Autos, Körperteile (Kopf-Schulter-Knie-und-Fuß-Lied). Es ist schön anzusehen, wie neugierig diese Kinder sind. Somit ist es eigentlich schade, dass amerikanische Schüler im Normalfall erst ab der 9. Klasse mit dem Fremdsprachenunterricht starten. Eine andere Besonderheit an dieser Stelle, die zu denken gibt: Bevor man an der High School eine Weltgeschichts-Klasse belegen kann, muss man vorher erst einmal ein Jahr Amerikanische Geschichte erfolgreich ablegen…
In der Zwischenzeit war ja auch Ostern. Je nach Familie gibt es da unterschiedliche „Traditionen“, zusammengestellt aus den verschiedensten Kulturen. Meine Familie ging dieses Jahr nach den Vorstellungen meiner Gastmutter, womit sie aufgewachsen ist. Plastik-Eier werden bestückt mit Süßigkeiten und in einen Korb präpariert. Kai musste also gar nicht suchen, denn der Korb stand gleich am Ostermorgen auf dem Tisch. Nächstes Jahr geht es dann nach Jamies Regeln für ein gelungenes Ostern, wo dann auch gesucht werden muss und echte Eier vorher bemalt werden.
Im Anatomie-Unterricht haben wir das Auseinandernehmen der Katzen endlich beendet. Schließlich haben wir die Fetusse herausgeholt. Dieser Kurs wird auch etwas eher für mich enden, denn er ist eigentlich für Zwölftklässler. Und die haben drei Wochen vor dem eigentlichen Sommerferienbeginn schulaus. Deswegen habe ich nächste Woche schon die erste Abschlussprüfung.
Der Frühling hält jetzt auch hier Einzug. Das Aprilwetter verabschiedet sich so langsam und bei knapp 25°C ist es doch schon richtig schön warm. Diese Zeit ist aber auch bekannt als Zeit für Tornados. Mal sehen, was da denn noch kommt.
Bis zum nächsten Mal, take it easy! |