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Die letzten zwei Wochen waren wieder sehr ereignisreich. Es war Homecoming-Spirit-Week. Das heißt, dass sich die gesamte Schule auf die Football-Saison im Herbst vorbereitet. Das bedeutet, dass man jeden Tag eine andere Kleidung trägt, um sich darauf einzustimmen.
Am Freitag war dann schließlich der eigentliche „Homecoming-Dance“, der unter dem Motto „Somewhere over the Rainbow“ stand. Das hat dann aber nichts mit Walzer oder Standard-Tanz zu tun. Vielmehr tanzt man dort das sogenannte „Grinding“. Nach einem Football-Game der High School beginnt dann der Tanz. Schließlich wurde dann auch noch eine Homecoming-Queen gewählt, für die vorher abgestimmt wurde.
In Anatomy and Physiology haben wir Hühner seziert. Das war ein Spaß! Dazu hatten die Hühner auch noch Salmonellen. Deswegen hat sie die Lehrerin auch billig erworben, nur 2,50 Dollar pro Stück. Wir werden bald an schwangeren Katzen herumschneiden.
Das Musical, an dem wir noch arbeiten, ist „Grease“, was dem ein oder anderen sicherlich als Film bekannt ist. Wir stehen nun ganz schön im Stress, weil die Aufführungen schon in einem Monat beginnen. Die Choreografien, die übrigens auch die Anatomy-and-Physiology-Lehrerin schreibt und einstudiert, sind sehr kompliziert und mit vielen Stunts. Nicht so viel Wert wird hier auf die eigentliche Musik gelegt, habe ich den Eindruck.
Letzte Woche war die zweite Versammlung (Assembly) der ganzen Schüler und Lehrer. Neben sämtlichen Freizeitangeboten wurden auch die Austauschschüler an der Parkview High School vorgestellt. Es gibt dort insgesamt sieben. Dadurch habe ich auch endlich eine andere Austauschschülerin aus Deutschland kennen gelernt. An der Schule hört man zwar viel über andere, man sieht sie aber nur sehr selten, was wohl an der Menge der Schüler hier liegt. Jedenfalls haben wir dann versucht, uns auf Deutsch zu unterhalten, was sich eher so angehört hat:
„Hey, du musst auch am Donnerstag at the Assembly sein, right?” “Ehm … ja, weißt du wo wir supposed to, ähh… ich mein wo wir sitzen sollen?“
„Keine Ahnung, but, äh aber ich glaub die haben gesagt something like, wir sollen irgendwo zusammen sitzen.“
„Ok, we gonna… äh wir lassen uns einfach überraschen.“
usw.
Hier hat jetzt schon die Halloween-Zeit begonnen. Seit 1. Oktober flattern sämtliche Einladungen zu Halloween-Partys ins Haus. Und das ganze Halloween-Equipment gibt es schon seit mehreren Wochen zu kaufen. Wir haben auch schon das Haus meiner Gastfamilie mit einigen Hexen und Totenschädeln dekoriert. Außerdem habe ich hier „gelernt“, dass man Kartoffelpuffer mit Ketchup isst. Ich bleibe aber ehrlich gesagt lieber bei Zucker oder Apfelmus.
Das war’s erst einmal aus den Staaten. Eine schöne Zeit bis zum nächsten Bericht.
Take it easy!
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